Lyrik

Zunächst möchte ich darlegen, wie die folgenden lyrischen Texte entstanden sind.

Mitunter werde ich nachts mit Anfangsworten, Zeilen aus einer tieferen Bewusstseinsschicht, langsam wach, forme sie, noch liegend, weiter. Aber dann stehe ich auf und schreibe sie auf, sonst würden sie, wie es mit Träumen geschieht, verloren gehen.

Während des Schreibens geht es dann weiter. Es ist, als würde ich mich leer schreiben. Und zwar so, dass ich, wenn ich das nächtlich Geschöpfte am helllichten Tag wieder durchlese, nur selten noch etwas Kleines ändere. 

Im Nachhinein merke ich, dass das aus meiner inneren Quelle Geschöpfte die Inhalte der Werkstatt-Bausteine umkreist. Oft sind die Zeilen einem Text vorangegangen, der erst nach so einer nächtlichen Schreibphase möglich wird.

Für die Leserin, den Leser mögen diese nächtlichen QuellenGeschöpfe einen mehr fühlenden Zugang zu den Inhalten meiner Seiten herstellen, vielleicht eine Tiefenresonanz erzeugen, die etwas seelisch oder energetisch vermittelt, was in der weniger bildhaften Sprache der anderen Texte nicht möglich ist. Vielleicht spüren Sie durch sie etwas vom allumfassenden, alles durchdringenden Sein in sich wach werden.

Während des Schreibens und wenn ich die Gebilde aus der Quelle später wieder lese, wundere ich mich oft, empfinde sie manchmal als Botschaften aus der Anderswelt oder als tieferen Ausdruck meines eigenen Wandlungsprozesses.

In ihnen taucht oft das Wort GOTT oder Göttin für die Einheit, das Tao, die Buddhanatur, das Licht, das lebendige Sein auf. Mir tut dieses Wort seelisch gut.  

Das ging aber erst, nachdem ich das Wort GOTT von den kirchlichen Inhalten und Bildern wieder „frei“ gemacht hatte für die neuen Bedeutungen, die ich persönlich nun damit verbinde. GOTT oder Göttin ist für mich ein seelen- und herznahes Wort-Symbol für das kosmische männliche und weibliche Prinzip des allumfassenden Seins – für die immer präsente liebevolle, schöpferische Intelligenz, die ich auch manchmal SchöpferWesen* und in meinen Texten Göttin nenne. Ich empfinde sie als alles Sein durchziehend, im Wesentlichen aber in mir. Ich meine damit also keinen äußeren GOTT. 

Die Welt der Gedichte ist der innere Seelenraum. So meinen symbolische Wörter wie „Himmel“ und „Erde“ meistens nicht die äußere Welt, sondern meine innere Landschaft, die ich energetisch und bildhaft fühle.

Wem das Wort GOTT oder Göttin jedoch zu persönlich oder mit alten negativen Assoziationen und Gefühlen verbunden ist, möge bitte das für sie/ihn stimmige Wort oder das passende Symbol an seine Stelle setzen … oder sich öffnen und versuchsweise die neuen Qualitäten des Göttlichen in sich anklingen lassen oder den Begriff GOTT oder Göttin als neue Möglichkeit sehen, sich der schöpferischen Lebens- und Liebesessenz zu öffnen. 

* SchöpferWesen ist ein Begriff, den der spirituelle Lehrer Daniel S. Barron in seinem Hauptwerk „Erherzung“ benutzt. Er sieht den Bezug zu einem SchöpferWesen als wesentliche Ebene einer reifen Spiritualität an, die nicht bewusstseinsmäßig, aber in Bezug auf die Seelenentwicklung über Erleuchtung/Erwachen hinausgeht, insofern als durch diese bewusste Beziehung das Verwirklichen des göttlichen Potenzials durch uns erst möglich wird. Durch ihn bin ich darauf gekommen, das spirituelle Paradigma durch einen Bezug zu diesem Wesen/Sein zu ergänzen. Und zwar im Sinne eines weiteren spirituellen Entwicklungsschritts. Erfahrungsgemäß geht das oft erst, wenn wir das Männliche und Weibliche in uns geheilt haben und ganz geworden sind.

Sehnsucht

Sehnsucht

Wie kann ich
dich finden,
wenn du
dich
vor mir
versteckst?
Meine Sehnsucht
öffnet
meine Tore.
Dann
sehe ich
dich
überall.

Erlösung

Erlösung

Außen findest du
das Leiden
der unerlösten Welt
innen zur Liebe.

Liebe und (er)lebe,
dann erkennst du
dich
Schöpfer
überall.

GÖTTIN ist.
In uns
und durch uns
in der Welt.

Leuchten

Leuchten

Dein Feuer
brennt Tore
durch meine Haut.
Innen beginnt
es
zu leuchten.

Lass GOTT
aus dir sprechen.
Ich höre zu.
Und gehorche
dem Ruf.

SchöpferWesen

Es ist ein Begriff, den der spirituelle Lehrer D. St. Barron in seinem Hauptwerk „Erherzung“ benutzt. Er sieht den Bezug zu einem SchöpferWesen als wesentliche Ebene einer reifen Spiritualität an, die nicht bewusstseinsmäßig, aber (Seelen-)entwicklungsmäßig über Erleuchtung/Erwachen hinausgeht, insofern durch diese bewusste Beziehung das Verwirklichen des göttlichen Potenzials durch uns erst möglich wird.

Durch ihn bin ich auf die Ergänzung des spirituellen Paradigmas durch einen Bezug zu diesem Wesen/Sein gekommen. Und zwar im Sinne eines Fortschritts in eine weitere spirituelle Entwicklungsmöglichkeit hinein. Erfahrungsgemäß geht das oft erst, wenn wir das Männliche und Weibliche in uns geheilt haben und ganz geworden sind.*

Wem der Begriff GOTT jedoch zu persönlich oder mit alten negativen Assoziationen und Gefühlen verbunden ist, möge bitte den für sich stimmigen Begriff oder das passende Symbol an seine Stelle setzen  … oder sich so öffnen und versuchsweise die neuen Qualitäten Gottes in sich anklingen lassen … oder GOTT oder Göttin als neue Möglichkeiten zu  sehen, sich der Lebens-Liebesessenz zu öffnen.

Sein

Sein

Ich trage schwer
an meiner Last.
Der Körper
zieht hinab.
Der Erde Gewürm
zerfetzt den Schein,
gebiert
das neue
Sein.

Seele

Seele

Er fragt:
Was ist die Seele?
Sie lässt ihn
die Schleier
zur Seite schieben
und springt
in die Quelle
der Nacht.

Fließen

Fließen

Aus
meiner
Mitte
fließt
neues
Leben
auf
die
Erde.