Noch liegst du da
unerforscht
in deiner Fülle.
Pur, unerkannt
und sehnsuchtsvoll.

Still,
erst Mond beschienen
ruhst noch
an der Schwelle.

Wer wagt es,
in dich einzutauchen,
zu aller tiefst
sich zu nähern
dem Mysterium.

Wer stellt sich der Angst,
sich zu verlieren,
leer und ganz
zu sein?

Denn alles hälst du bereit
in deiner stillen Brandung.
Lebensschätze
unermesslich.

Atmend, lebendig,
in Ebbe und Flut
lockst an mit Schönheit.
Doch nur ein Abglanz  ist sie
vom verborgenen Licht.

Und die rauen,
aufgepeitschten Wogen?
Schrecken ist da,
Auflösung droht,
verschlungen werden,
Sterben des Alten.

Entschnüre die Fesseln
des Herzens,
fordert sie
immer wieder
mit unerbittlicher Macht.

Und was will geboren werden
aus dem fruchtbaren Schoß?

Du selbst – sonst nichts.
Du – SELBST

In deiner wilden Freiheit
in überschäumender Lebenslust
in spritzig empor schießenden
Freudenfontänen,
in voll berstender Lebendigkeit,
geschützt und gehalten,
dankbar hingegeben
an all das, was dir
gegeben ist.

Nur du Selbst wirst
geboren,
immer wieder,               
in alle Formen der Liebe
aus dem SeelenMeer.

Mit Sehnsucht auf
erfüllende Lebendigkeit
öffne dich,
öffne dich jeder Form,
die aus dir
werden soll.
Vertrauensvoll,
so, wie GOTT
dich immer liebend,
sehen will.

GÖTTIN ist
in uns
und durch uns
in der Welt.