FeuerGott I

Durch die schwüle Finsternis
sticht Dein Stachel meinen Mut.

Dein Feuer verdampft
all meine Schlacken
brennt mich hinein in seine Glut.

Kennt keine Scham mehr
mich zu entblößen,
kommst doch nur Du
aus mir hervor.

Enthüllt liege ich da
zu Deinen Füßen,
keine Haut mehr,
trennt mich von Dir.

So bin ich bereit
zu lauschen,
auf dem Weg,
Dein Werk zu tun.

Nimm mich
erfüll mich
mit all Deiner Kraft,
lass mich nie mehr los,
damit ich mich tiefer
entbinden kann
durch immer neue Vision.

Sonnenaufgang in der Eifel

FeuerGott II

Durchlässig werden
für Dein Feuer,
peitschst jeden Funken
aus mir heraus.
Ehrlich sein durch
die Enthüllung,
nimmst jedes Tabu
noch weg.
Pellst mich noch
bis zur zarten Haut,
zum lodernden Liebeskern.
Lässig, ohne Scham
lieg ich dann da,
endlich erlöst,
bis in die tiefste Schicht.

Was forderst Du von mir?
Hingeben soll ich alle Angst,
immer wieder hin zu ihr
und durch sie gehen,
wo hin mein Herz mich trägt?
In tiefster Sehnsucht zu Dir hin?
Alles lassen, was mich hemmt,
nur mutig sein und Dir geweiht?

Wer kennt Dich denn in dieser Welt?
Verloren ging Dein guter Name.
Dein Feuer will in aller Liebe sein,
lugst doch aus jedem Spalt hervor.
Jede Zelle glimmt erfüllt von Dir,
Nichts gibt es ohne Dich.
Verehrt, gefeiert willst Du sein,
geliebt durch alle Qual.

Nur so kann Dein Wein
uns schmecken,
wandeln uns
durch Haut und Haar.
Ganz nüchtern dann,
muss ich erkennen,
dass ich nie anders war.
Durch alle Schleier immer Dein.
Mal schön, mal schrecklich
lässt Du mich erscheinen.

Erst durch der Liebe Blick,
fühl ich mich angekommen,
mit allem, was ich bin.
Alles Seichte mag nun gehen,
weg von mir,
es passt nicht mehr.
Nur draußen soll
ein Mantel
mich noch schützen
in der kalten Welt.
Im Innersten gehör ich Dir,
wild, feurig, voller
Leidenschaft.

Alles von Dir
soll mich erfüllen,
nichts sei mehr ausgespart.
Keine Größe, keine Schwäche,
keine Glut und Schüchternheit.
Großer Liebe würdig sein,
egal in welcher Haut.
Ob alt, ob jung,
ob schön, ob hässlich,
alles Werten verglimmt
in Deiner Gegenwart.
Darin suhl ich mich,
in Deiner tiefen Augenglut.
Mit Freude lass ich
mich ergreifen,
von jeder neuen Form,
die Du mir zeigst.
So brennt sich alles
Unechte weg,
bis wir dann
frei, offen, hingegeben,
nur noch voll von Liebe sind.

Wir begegnen uns,
lodernd in des Wandlungsfeuers Schein,
folgen Deinem Ruf,
bis in jede dunkle Gruft hinein.
Gut verwurzelt,
im Körper, der Erde,
führt alles, was aus
unserem Selbst
ins Leben will,
zu Deinem stillen Liebeswerk.

FeuerGott III

Lass Dein heiliges Feuer lodern,
in mir und überall.
Trommle mich wach
durch alle Poren, tief.
Lass Deine Flamme in mir züngeln,
sich drängen aus Deiner Erde hoch hinauf,
leuchten in mein Herz hinein.

Damit wir von dort,
entfacht und frei,
mit all unseren wilden Kräften,
träumen neuen Gesang herbei.

In visionärem Klang
tönt unser Lied,
nie da gewesen so.
Es soll in der Welt erschallen,
so dass sich aus dem Schmiedefeuer
immer wieder Neues schöpft.

Tanz den Tanz der Schlangen mit mir,
erfühl in Liebe meinen Raum.
Nimm mich, erfüll mich
mit all Deiner Kraft und Vision,
spar nichts aus.

Lass mich reiten
auf Deinem felligen Rücken,
den steilen Berg hinauf.
Dort oben bin ich,
entzückt lach ich ins Feuer,
teilst Du mit mir doch Deine Glut,
so dass ich immer in der Tiefe weiß,
ich bin auch von Deinem wilden Blut.

In aller Demut lass ich nun,
auch Dein Feuer
durch mich brennen.
Lang genug lag es verschämt,
bekümmert herum im Schattenland.
Gekränkt, verpönt, missachtet
lag der Seele Wurzel-Strom.

Vor  deinem Feuer
beug ich mein Haupt hernieder,
geh  ich in die Knie,
lass mich nun auch von diesem Licht
erwärmen und durchströmen.

Hilf mir, mich immer wieder zu erinnern,
jeden Tag beharrlich weiter gehn,
auch auf dieser Weisheitsspur.
Führ mich zum Gotteslicht,
aber erlös auch meine WildNatur.
Dort verwurzelt, lass uns wachsen,
hoch in jedes Licht hinein.

Auch Ihrer Schönheit mag ich dienen,
sie wieder ehren auch in mir,
die mächtig fließende wilde Kraft.

Ihr Sonnenlicht enthüllt den Geist,
Ihr Silbermond schöpft neues Leben.
Auch aus Ihrer Höhle drängt
der Quelle Lebensstrom,
beides ist unser heiliges Wesen.

FeuerGöttin IV

Die FeuerGöttin entfesselt,
wirbt mit ihrem Feuerschwert,
mit Ihrer Schönheit großer Kraft.
Hin sollst Du Dich Ihr geben,
Sie durch Dich leuchten lassen,
Dich füllen mit Ihrer Schöpferkraft.
DEIN SOLL SIE SEIN!
Gut gelenkt in neue Bahnen,
die Dein Herz Dir zeigt.
Vereinigt immer wieder,
springt Ihr Leben
in jede neue Vision,
kennt nicht Zweifel oder Hadern,
vertrauen kannst Du Ihrem Weg!
Liegt das alte Ich in seiner Asche da,
quillt nun die Schönheit des Selbst hervor.