Grundlegendes
Natürlich möchte ich die in all den Jahren entstandene Entwicklung meiner selbst, der Gedanken, der Einfälle und von allem, was sich durch Erleben, Erkennen, Studieren und vor allem auch den Austausch mit vielen wichtigen Menschen gewandelt hat, in meine Gesamtdarstellung einbringen.
Da es sich bei einer solchen Thematik naturgemäß um eine sehr komplexe und vielschichtige Sache handelt, zeigen die einzelnen Kapitel zwar weitgehend meine tiefen, auch aus innerstem Erleben gewonnenen Erfahrungen. Manchmal haben sie jedoch eher den Charakter vorläufiger Studien. Weil alles zusammen aber doch auch eine Art Vision hinsichtlich erhoffter zukünftiger Wandlungen sein soll, haben sie, vor allem in Formulierungen und Schlüssen, auch durch diskursive Beiträge im Blog, insgesamt einen offenen Werkstattcharakter.
Dieser anvisierte, sich vielleicht noch über weitere Monate, eventuell Jahre hinziehende Prozess einer geistig-seelischen, einer im Denken und auch im Schreiben selbst sich entwickelnden und entfaltenden Darstellung ist ja nicht nur einem Weiterschreiten der Zeit zuzuschreiben. Er entspricht vielmehr auch formal einer – wie ich hoffe – damit verbundenen Vertiefung, einem Erblühen des Themas und vor allem von
Vor allem erscheint mir eine solche arabeske und sich spiralig um das zentrale Thema herumwindende, es umkreisende, ja sich im Herumwandeln auch selbst umwandelnde Darstellung deshalb so angemessen, weil es jenen oft serpentinen- oder kreisförmigen Prozessionsweg nachvollzieht, auf dem sich Menschen von alters her ihren ja oft exponierten Heiligtümern annäherten. Aber dieser auch von C. G. Jung und anderen als Archetypus beschriebene prozesshafte Weg entspricht nicht nur einer solchen herausgehobenen Lage, sondern spiegelt auch die sanfte, oft zaghafte Scheu vieler Menschen, sich dem Objekt ihrer Sehnsucht, Verehrung, ja ihrer Liebe zu nähern. Entspricht also auch einer ganz naturhaft-instinktiven Hemmung, die vom Heiligtum als einem für den „profanen“, un-eingeweihten Menschen ja geradezu als Tabu erlebten (oder so dargestellten) sakralen Zentrum ausgelöst zu werden scheint.
Außerdem freut mich ganz besonders die Einsicht, dass in meiner Art des Herangehens an mein Herzensthema, ein wirklich unmittelbar leiblich gegründeter, forschender Erfahrungsweg sichtbar wird, im Unterschied vor allem zu einem männlich-patriarchalen, direkt auf sein Ziel lossteuernden, ja losschießenden Macht- und Eroberungsgehabe.
Wie ich in „Home“ („Vom Geist zum Leib, zur Seele und zur Liebe“) schon gesagt habe, werden sich bei dem von mir anvisierten Vorgehen Überschneidungen, Wiederholungen, ja bisweilen sogar gegenläufige Bewegungen nicht immer vermeiden lassen. Was ja auch zum Wesen der Erkundung eines neuen, bisher recht unerforschten Weges gehört.
Gleichzeitig hoffe ich aber, dass sich durch die lesende Teilhabe an diesem Umwandlungsprozess auch bei der Leserin, dem Leser selbst nicht nur manches nach und nach immer besser erklärt, ja einsichtiger wird, sondern dass diese geradezu tänzerische – von mir später Yin-Yang-Tanz benannte – Bewegung und Bewegtheit auch in ihnen – also in Euch – nicht nur das Verständnis für, sondern auch das Entstehen von einer tiefen weiblichen Selbstentwicklung fördert und hilfreich begleitet.
Solches ist mir ja auch zuteilgeworden, denn ich stehe selbst auf den Schultern vieler Vordenker. (Vgl. ausführliches Literaturverzeichnis)
Ich gestatte mir jedoch, diesen von mir teilweise als tatsächlich nahezu revolutionär empfundenen Text zu schreiben, gerechtfertigt durch meine fast lebenslange Arbeit an diesen Dingen als Körper- und Psychotherapeutin. Besonders aber auf Grund meiner damit gemachten Erfahrungen, „Erleuchtungen“, Einsichten und der daraus gewonnenen Kompetenz als Frau und Heilerin.
Ich möchte dieses mein Licht jetzt nicht mehr „unter den Scheffel“ stellen, sondern andere Frauen und Männer ermutigen, sich sowohl diesen Prozessen selbst auszusetzen als auch vor allem sich damit öffentlich zu zeigen!
Denn es gibt mittlerweile doch schon viele, die auf unterschiedliche, aber doch stets individuell-eigene Art Einsicht, Kraft und Reife genug dafür haben.
Und die gegenwärtige Zeit, die Welt, braucht jetzt uns alle!!!!
