LeibSein
Zwar hoffe ich, bisher einigermaßen verständlich aufgezeigt zu haben, wie sich dieser Weg zu unserer Leibganzheit Station für Station vollzieht und gestaltet. Ich möchte das aber, um es bildhafter vorstellbar werden zu lassen, auch in einer Art Modell darstellen. Dieses Modell habe ich schon oben mit Analogien zum Aufbau der Erde zu beschreiben versucht. In dieser Analogie können wir durchaus noch weitere Schichten beschreiben: die Atmosphäre, innerhalb dieser wiederum die Troposphäre bis zur Ionosphäre, das gesamte elektromagnetische Erdfeld, dann – wenn wir noch größer denken – die Planetenbahnen, unser galaktisches System, ja schließlich den gesamte Kosmos.
Entsprechend dazu könnten wir nun auch unseren Leib in einer Art Schichten- oder Schalen-Modell darstellen. Zwar käme auf diese Weise, wie oben angesprochen, eine Art Zwiebelstruktur infrage, wie es in der Literatur schon häufiger für die Schichten der Persönlichkeit vorgeschlagen worden ist.1 Da ich aber auch sehe, dass in solch einem Modell jeweils Entwicklungsmöglichkeiten, also Übergänge zu berücksichtigen sind, denke ich mir eher Schichten, die spiralig ineinander übergehen. (Wie man manchmal als Kind versucht hat, einen Apfel in einem einzigen Band zu schälen.) Ein spiraliges „Apfelschalenmodell“ also. Es ist eine solche Spiralform ja auch ganz grundlegend im kosmischen Sein zu finden (von der DNS-Spirale bis zu Spiralgalaxien und Spiralnebeln) Und die vor allem multidimensional, also in der Art eines Hologramms sind, weil wir sie uns durchaus mehrdimensional denken müssen. Dabei kann bereits der Körper als solcher in mehrere Schichten wie Soma, Geist, Psyche unterteilt werden. Und wo als weitere Schichten oder Spiral-Schalen wiederum die beiden genannten Selbste – das KörperSelbst und das SeelenSelbst – die Selbst-Seele bilden. Und wo dann, als Kern und sehr nahe, ja ineinander übergehend, unsere tiefste und numinose „Innenschicht“, der Feuerwirbel, also
Natürlich gibt es zwischen diesen Schichten oder Schalen Übergänge, die ich hier aber nicht genauer darstelle. Am bedeutendsten für unser ganzes Menschsein und folglich für alles hier Dargestellte finde ich allerdings zwei Phänomene innerhalb dieser Selbst-Seelen-Schichten, ohne die ich mir weder unseren „Weg zur
Es muss nämlich auf dieser tiefen Ebene der Person Zweierlei geben, ohne das es weder zu einer realen Auswirkung des
Und wenn dann ein solches tiefes Gespür dazu drängt, ausgedrückt zu werden, dann mögen solche „Formulierungen“ nun außer- oder vorsprachlich sein, in künstlerischen, musikalischen, poetischen oder anderen Ausdrucksweisen gewissermaßen zur Welt kommen: Sie sind, als Ausdrücke unseres wahren, tiefsten Seelen-Selbst, zumindest wesentlich authentisch, um nicht zu sagen: Ein-fälle, Ein-Gebungen, natürlich stets persönlich „gefärbter“ transpersonaler Mächte und Kräfte. Mögen wir sie nun spirituell-göttlich nennen oder kosmisch oder numinos.
Diese Vorgänge der Transformation, der Transposition der unbewussten auf bewusstere Ebenen, dieses ent-scheidende „Dazwischen“ – zwischen der in unserer LeibMitte wirkenden, unerschöpflich sprudelnden, hitzigen SelbstQuelle, also unserem Unbewussten sowie dem uns bewusst werdenden Gespür und Gefühlsleben – halte ich also für ganz wesentlich. Und ich postuliere ihr Vorhandensein zumindest auf der Ebene der Zellen, der Zellkerne, wenn nicht gar im Übergangsbereich subatomarer, chemoelektrischer, „energetischer“ Vorgänge.
Die Schalen-Spirale
Wenn ich „von außen“ auf den Leib blicke, stelle ich mir ein Querschnittmodell mit spiralig ineinander übergehenden Schalen vor, mit dem sich anschaulich machen lässt, was wir überall im Leib und über ihn hinaus, vor allem in unserer Mitte, im Bauch-Bereich, wirbelnd vorfinden und er-leben können, wenn wir durch den festen Teil des Leibes, also die eindeutigen Empfindungen im körperlich-sinnenhaften Bereich hindurch mit unserem Bewusstsein in die Innenwelt eintauchen.
Ich sage ganz bewusst „eintauchen“, weil für alles, was jenseits der relativen Festigkeit des physischen Körpers liegt und dennoch persönlich fühlbar ist, die Analogie zum Wasser naheliegt. Und wenn ich nicht nur in ihm – mit dem Kopf in der Luft – schwimme, sondern tief, also mit meinem Ich-Bewusstsein, leiblich eintauche, halte ich das Eintauchen oder sogar Tiefseetauchen für einen angemessenen Begriff für alles, was mit jenem, dem flachen Alltagsbewusstsein entzogenen Selbst, mit Seele und dem immanent Göttlichen,
Ich mache aber auch darauf aufmerksam, dass das ganze Zwiebel- oder Apfelschalenmodell nur sehr bedingt passt, insofern die dunklere Außenhaut dieser Knolle beziehungsweise Fruchte zwar dem physischen, sichtbaren Körper entsprechen, die Eigenart aller anderen Schalen beziehungsweise des Apfelfleisches aber ein Fließen, Schwingen, Wirbeln und Resonieren, also nie etwas Festes ist! Denn, um es noch einmal deutlich zu sagen: mit „innen“ meine ich eben nicht Gedärm oder Blutkörperchen oder Knochen oder so etwas Körperliches, sondern etwas Immaterielles, etwas, das sich als solches nur durch eine Art spezifische Fühlenergie, die uns mehr oder weniger bewusst ist, erschließen lässt. Und zwar auch nur, sofern wir sie wahr-nehmen, also uns mit ihr bewusst verbinden. Es geht um ein (unter)schwelliges, ganzheitliches Tiefenwissen, ein Fühlwissen jenseits von Worten, aus einem Ein- und resonierenden Mitschwingen gewonnen. Wir nehmen quasi auf einer leiblichen Ebene den GöttinFeuerwirbel, die Göttinschwingungen, auf und transponieren sie in „dichtere“ Formen, die wir dann, durch unser Bewusstsein gefiltert, auf vielfältigste Weise ausdrücken, also weiter „verdichten“ können.
1. Körper
Grafisch meint also die äußerste, hellbraun-orangene gefärbte Schicht (im Modell 2) den physischen Körper. Alle weiteren, im Modell vom Dunkelbraunen über hellere bis zu den innersten, rot dargestellten Schichten sind, auch wenn sie in eher „psycho-philosophischer“ Weise ausgedrückt werden (wie heteronom, autonom), feinstofflicher Natur. Sie sind demgemäß nicht mehr mit den fürs Physische gedachten Sinnesorganen (oder Werkzeugen wie einem Mikroskop oder MRT) erfassbar.
Der Körper ist letztendlich also Ich-Ausdruck des Selbst in seiner „materiellsten“, dichtesten Form. Wie uns aber insbesondere die Bioenergetik eines Alexander Lowen oder Rolf Koll zeigt, ist er auch der Ort, an dem sich unsere kulturellen und lebensgeschichtlichen Erfahrungen und Prägungen, Verletzungen und Traumatisierungen spiegeln und speichern und sich in allem unserem behaviour, also auch mimisch, gestisch und haltungsmäßig ausdrücken. Und das gilt auch für unsere Haut, für alles Gewebe, das Muskel- und Fasziensystem mit all ihren Verspannungsmustern und Haltungen, Blockierungen von Energie, „leblosen“ oder „erstarrten“ Körperstellen. Und natürlich auch für unsere Atmung, Durchblutung und gegebenenfalls Symptome, Krankheiten oder Behinderungen, denen wir uns ausgeliefert fühlen. Die wir – als noch heteronome, also überwiegend fremdbestimmte Ichs – nicht so wirklich als zu uns gehörig annehmen und als „uns selbst“ fühlen. Wenn wir jedoch unsere Aufmerksamkeit einmal hinsichtlich all dessen in unseren Körper lenken, können wir so etwas über unsere Empfindungen und unseren Innenspürsinn wahrnehmen: warme, kalte Stellen, wo es pulsiert, vielleicht lahme Stellen oder Hunger, Durst oder Müdigkeit. Und es ist gerade für ein ganzheitliches Denken naheliegend, zu erkennen, dass sich all das bis in unseren Charakter, unsere Haltungen zu etwas, unsere Meinungen hinein auswirkt!
2. Gefühle-Emotionen
Damit sind wir bei einer wichtigen Schicht dieser Außen- oder Körper„Schale“ . Sie entspricht, vielleicht mit Übergängen vom rein Somatischen zu mehr psychischen Anteilen, dem uns evident erscheinenden Teil unserer Psyche, unserem uns vertrauten Fühlen, das sich reaktiv auf aktuelle innere oder äußere Vorgänge, die uns alltagsmäßig angehen. Etwa als Belastungsgefühl, oder als Angst, vielleicht auch als uns bewegende, berührende Reaktion auf unser Beziehungserleben: als Freude über eine Begegnung, als Ärger, weil uns jemand missachtet hat, als Ängstlichkeit, Sorgen, Befürchtungen bezogen auf etwas, was ansteht. Diese schnell identifizierbaren Gefühle sind meistens eng mit aktuell erlebten Situationen verknüpft und mit dazugehörigen Gedanken und Vorstellungen vermischt und lebendiger Fühlausdruck entweder unseres heteronomen oder unseres schon autonomen, starken Ichs.
Sie durchwirken unseren Körper, können ihn „in Wallung“ bringen und können, sofern wir uns nicht von ihnen distanzieren und abtrennen, schnell, durch „Hinfühlen“ in den Körper, wahrgenommen werden. Und sie können sich nonverbal gestisch, mimisch oder durch bestimmte Haltungen zeigen und gegebenenfalls auch sprachlich mitgeteilt werden. Ohne dass wir fühlen und das, was wir fühlen, ausdrücken, kann auch keine wirkliche Intimität, Nähe und persönliche Liebe entstehen.
Für wahr zu nehmen, was wir fühlen, ist unbedingt nötig, damit wir uns authentisch ausdrücken können. Denn, was wir jetzt gerade fühlen, ist das, was wir wirklich sind und von „uns selbst“ als Allererstes wissen können. Es sagt aus, wie es uns gerade geht, wie wohl wir uns in einer Beziehung fühlen, ob unsere elementaren Bedürfnisse nach Anerkennung, Respekt und guter Kommunikation befriedigt sind oder ob wir etwas an unserer Situation ändern sollten.
Über unsere Gefühle und deren Ausdruck sind wir zuallererst mit unserem wirklichen Lebendigsein verbunden und für andere Menschen zugänglich. Nur wenn ich fühle, kann mich etwas oder jemand berühren oder anrühren, können wirkliche Verbundenheit, Mitfühlen und Liebe entstehen und wachsen. Fühlen ist unsere mächtigste Bindekraft – oder auch Lösekraft, wenn es notwendig wird, entschieden Nein zu etwas zu sagen.
Doch erkennen wir in den oben kurz gestreiften bioenergetischen Zusammenhängen auch mögliche Hindernisse für ein solches unverfälschtes Fühlen, lassen doch insgesamt Verspannungs-und Prägungsmuster nichts zu außer dem, was ihre Struktur gestattet. Denn diese Muster sind insgesamt in Richtung und mit der Absicht ganz bestimmter Wahrnehmungs- und Verhaltenssteuerungen uns vermittelt worden. Sie müssen also auch nicht nur verstanden, sondern mehr und mehr gezielt abgebaut werden, um anderes, tieferes und wahreres Fühl-Spüren zu ermöglichen, wozu es allerdings mittlerweile auch eine Vielzahl von helfenden Angeboten gibt.
3. Das „Dazwischen“ und die seinsmonome Membran
Ich möchte nun das von den allermeisten Menschen nicht bewusst erlebte „Dazwischen“, also den Bereich zwischen dem uns bewussten und unbewussten Sein, unseren Tiefen-Resonanzraum, erst beschreiben und anschließend in sein Erleben einführen.
Damit sage ich schon, dass es sich um einen tatsächlich erlebbaren inneren Raum, also einen Erlebensraum, handelt. In ihm ist so etwas wie eine Seismograf-ähnliche, „erschütterbare“, hochsensibel schwingende Membran vorzustellen, die im Wesentlichen innerhalb der Selbstschichten: also des Körper- und des SeelenSelbst hin und her schwingt. Und zwar mit Ausschlägen einerseits wohl bis in die Schichten des autonomen Ichs hinein, auf der anderen Seite in unseren bis ins Kosmische reichenden Kern all unseres Lebenspotenzials oder auch immer wieder in Schwingung versetzt von diesem. Also ins innerste Zentrum alles für uns Seelisch-Jenseitigen. Jenen Bereich allen Potenzials und aller numinosen Geist-Lebenskräfte, den ich weiser
In diesen fließenden Erlebensraum hineinspürend, finden wir, von außen geguckt, uns selbst ganz elementar, quasi in „Rohform“. Und vom FeuerWirbel-Kern her gesehen, drückt sich das lebendige Selbst, der weise FeuerWirbel,
Letztlich ist dieses „Dazwischen“ eine Art Freiraum, in dem wir
Das Einzigartige dieses Innenraumes ist es also, dass hier eine energetische, fließende, unmittelbare Schwingung von innen her an etwas rührt, das ich als etwas tatsächlich Vorhandenes postuliere und das ich seismonome Membran nenne.
Ich postuliere also hier eine Art feinste „Körpersubstanz“, feinstoffliche Essenz, die einerseits gewissermaßen von unserem innersten Existenzkern her angerührt, erregt wird. Und die diese tiefsten Selbst/
Eine seismisch reagierende – vielleicht ins Subatomare hineinreichende, dennoch konkrete biologische „Bindehaut“ meinetwegen, durch die Impulse aus den bis dorthin unbewussten Seelen-Selbst-Ebenen auf spürbarere, realere Ebenen transponiert werden.
Manchmal mag ich diese Membran auch als unser „inneres Trommelfell“ bezeichnen, durch das die GöttinS Stimme für uns hörbar wird, durch-tönt. Als vages Wispern vielleicht, als etwas, das nur ganz fein und kaum vernehmbar im Leib auftönt. Das nun aber, zwar noch vor jeder konkreteren Form, Gestaltung oder Konzeptualisierung liegend, dennoch, meinetwegen „ionisiert“ von diesem unserem inneren Seismonom erspürt werden kann.
Als ein Sein, ein „Irgendwas“, das zwar durch Vermittlung dieser zwischen den Seelen- beziehungsweise Selbst-Ebenen und unserer Ich-Wahrnehmung liegenden seismonomen Membran in diesem Raum des Leibes spürbar ist und uns über diese Membran vermittelt, also ins mehr Stoffliche „transponiert“ wird, das aber dennoch zuerst noch eine nur körperliche Schwingung darstellt, vielleicht von einer bestimmten „Färbung“ oder „Tönung“, aber dennoch vorerst eben nur ein reiner Seinszustand ist.
Der Körper re-soniert quasi mit dieser Membran wie die Saite einer Gitarre auf eine Stimmgabel. Ja Ich könnte sogar von einem neuen Sinnesorgan sprechen, in und durch das sich die vom innersten Feuer-KraftKern angeregten Botschaften dorthin schwingen, wo sie ankommen sollen und wo sie sich, um in einem anderen Bild zu sprechen, „osmotisch“ durch diese Membran hindurch ins Bewusstere hinein „materialisieren“. Derart transformiert sich diese „Botschaft“ in ein vage erlebbares Gestimmtsein oder Erfülltsein, in eine Art Atmosphäre, die uns dann spürbar erfüllt, inspiriert, erhebt, beflügelt, belebt, beseelt (!), während vorher „nichts“ da war.
Dieses noch kaum erforschte, von mir also seismonome oder
Ich stelle mir allerdings vor, dass diese Membran keine irgendwie „horizontal“ oder vertikal, also gleichförmig verlaufende ist, sondern, dass sie, wie es Wellen oder Schwingungen eigen ist, in unterschiedlichen Schwingungshöhen: Amplituden oszilliert. (Wie wir es ja von EKGs, EEGs oder eben Bildern eines Seismografen von den Ausschlägen von Erdbeben kennen.) Und dass dennoch, eben nach Art der Osmose, sich die genannten „Botschaften“ durch diese Membran hindurch aus dem tieferen Kern in die unterschiedlichen Selbst-Ebenen hineinbewegen.
Allerdings können wir lernen, etwa mithilfe bestimmter wahrnehmungs-fördernder Methoden, aktiv an dieser Membran anzudocken! Sie kann auch mithilfe bestimmter Methoden bewusst von uns zum Vibrieren, also in Schwingung gebracht, werden.
Eine sehr wirksame Technik dafür ist zum Beispiel das erwähnte, von Eugene Gendlin entwickelte Focusing mit dem Felt Sense. Denn damit kann ich als Empfängerin diese Impulse-Botschaften in mein Bewusstsein „herauf“holen, materialisieren, konkretisieren und versprachlichen oder auch in schöpferische Handlungen umsetzen.
Wie das genau geht und unter welchen Voraussetzungen diese Erfahrungen gemacht werden können, erörtere ich im nachfolgenden Text unter dem Menüpunkt SelbstSeelenGespür im Text „Im Dazwischen ,liegt‘ das SelbstSeelenGespür“. Ich verweise aber hier schon auf die vielfältige entsprechende Literatur und Übungsangebote. Den Bereich „hinter“ der seismonomen Membran, der im Modell ins Seelisch-KosmischGöttliche hinübergeht, werde ich ebenso später in einem Blogtext – soweit es mir überhaupt möglich ist – behandeln.
Die folgenden Versuche bildlicher Darstellung der bisher vorgestellten Konzeption sollen und dürfen nun nicht den üblichen Erwartungen eines lehrbuchmäßigen grafischen Modells entsprechen! Dabei ist auch gedacht, nicht nur eine „Ebene“, sondern auch eine tiefenräumliche Ansicht zu vermitteln, um das Bild zumindest der tatsächlichen Mehrdimensionalität, ja kosmischen Tiefenperspektive anzunähern.
Ausgearbeitet nach einer Bildidee (siehe oben: Meine Kosmos-Spirale) meiner lieben, leider verstorbenen Lehrerin Anne Koll-Kahn, wurde hier sowohl entsprechend meiner weiblich fokussierten Thematik als auch grundsätzlich, um diese nicht durch „vernunftgeleitete Plausibilität“ zu unterlaufen, eine Art der Darstellung gewählt, die versucht, ganz emotional-weiblich dieses eigentlich Unbeschreibliche wiederzugeben. Und es sollte besonders der in allem wirksame Wirbel des schöpferischen Seins, der sich auch im Menschen selbst verleiblicht, nicht wieder mit „vernünftiger Anschaulichkeit“ seines weiblich-kosmischen Charakters beraubt werden. (Dem entspricht auch die Wahl einer eher „kindlichen“, archaisierenden Beschriftung.)
Die folgende Grafik, das „Amplitudenmodell“ der zwischen den genannten Ebenen schwingenden seismonomen Membran ist natürlich auch nur ein Versuch, etwas nicht wirklich als existent Nachweisbares darzustellen.
Dabei wurde auch hier nur auf Grund persönlicher Gefühle etwas bildlich veranschaulicht, was, besonders in seiner Farbigkeit, keinen Realitätsanspruch haben möchte.
Zur Erklärung wäre noch zu sagen, dass die hellblau dargestellte Membran durch die dünne rote Linie eigentlich in zwei Seiten geteilt gedacht werden kann, wobei die obere, „linke“ Seite den Raum des SelbstSeelenGespürs meint, während das untere Hellblaue die noch unbewussten Aspekte der Membran verdeutlichen soll.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass sich – wie ich ja schon in „Zum vorliegenden Werk – die Weg-Stationen – der rote Faden“ unter dem Menüpunkt Grundlagen in Bezug auf Wege und Umwege gesagt habe – die weibliche Freiheit, die sich auch auf andere Dinge bezieht, besonders auf oftmals eigenwillige und nicht immer Duden-gerechte Schreibungen, Zeichensetzungen und Ähnliches. Ich möchte dabei jeweils eine Sinnoffenheit generieren und damit auch die Optionen für eigene/andere Interpretationen ermöglichen. Ich nenne nur das später wichtige Beispiel der Dyade (Zweierbeziehung). Die schreibe ich manchmal auch „Diade“ oder „Deade“, wobei sich auch etwa „Theade“ denken ließe.
Diese Darstellungen (Modell 2 und 3) sowie die gesamte redaktionelle Durcharbeitung aller Texte verdanke ich meinem lieben Mentor, dem Autor und psychologischen KünstlerPhilosophen Dr. Rolf Koll, der mir auch freundlicherweise einige Gemälde seiner leider verstorbenen Frau Anne Koll-Kahn zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.
Das Unbewusste
die Seele, die Quelle – das Selbst –
An dieser Stelle möchte ich, wie oben schon gesagt, den Bereich „hinter“ der seismonomen Membran nicht konkreter als im Modell dargestellt aufführen.
Dazu geht es weiter unter → SelbstSeelenGespür und vor allem bei → GöttinVerwirklichung.
Anmerkungen
1 Der Psychologe und Coach Markus Brand verwendet zum Beispiel ein Zwiebelschalenmodell der Persönlichkeit, aber auch viele andere, auch wenn sie es nicht explizit mit einer Zwiebel veranschaulichen. Sich unser Personsein als Prozess, also spiralig vorzustellen und das modellhaft zu integrieren, ist da schon schwieriger, erst recht, wenn wir uns tief im Innern nicht nur die Quelle, sondern eine dreieinig-transzendente Kraft vorstellen, deren Emanation wir sind beziehungsweise die sich durch uns inkarniert.
2 Am Schalenmodell des Leibes ist noch viel Arbeit nötig. Es ist noch nicht zufriedenstellend gelöst! Hier möchte ich noch mal den grundlegenden Werkstattcharakter der Texte betonen! Auch die bisherigen Bild-Modelle sind lediglich Versuche, mehr intuitiv ein Verstehen einzuleiten, damit Sie mitspürend in den eigenen Leib eintauchen … und vielleicht passendere Bilder finden können.
