SchöpferSpiritualität
Es geht also zum Schluss dieser Reise, aber doch mit einem lebenslangen Open End, hin zu GöttinS schöpferischem Geist, der, wie in uns selbst, auch in aller Natur implizit verborgen ist und auch dort nur darauf wartet, uns Menschen bewusst und durch unser schöpferisches Wirken und Handeln heilsam zur Wirkung gebracht zu werden.
Ich hatte SchöpferGöttin ja vorher schon als das aller Natur immanent Transzendente, alle Natur Gebärende und gleichzeitig ewig Seiende beschrieben. Folglich geht es darum, wie dieser gebärende Prozess selbst, also Ihre „dynamische Seite“, in uns Menschen, zu erwecken und zu verwirklichen ist! Was bedeutet, dass wir – zwar in unserer menschlichen „Kleinheit“ und nicht auch nur annähernd vergleichbar mit Ihrer unendlichen „Größe“ – dennoch als Kleine unserer Wesensgleichheit mit Ihr bewusst werden. Und dadurch, geradezu im biblischen Sinne einander „erkennend“ zumindest bisweilen bei Ihr einkehrend im kosmischen Tanz ineinander verschmelzen. ![]()
Da Sie ja nun ein schöpferisches „Elternwesen“, die All-Urmutter ist und auch Ihr Geist und Ihre Lebensweisheit alle Natur erfüllt, durchpulst und durchwirkt, ist Sie, indem wir in dieser Einheit schwingungsgleich resonieren, für uns nicht nur in Ihren Erscheinungen erkenn- und erlebbar, sondern natürlich auch in Ihrer geheimnisvollen Unendlichkeit. In Ihrer Wandelbarkeit und Unvorhersehbarkeit und was Sie sonst noch sein mag.
Das entzieht sich uns und sorgt bisweilen auch für nicht für möglich gehaltene Überraschungen. Lässt uns auch zweifeln, lässt uns Ihr gegenüber unsicher, ja oft auch ängstlich sein.
Sicher – und damit zumindest weniger angstvoll – sein können wir jedoch Ihrer unendlichen Liebe! Nämlich gerade in und wegen unserer ständig mit Ihr resonierenden Schwingungs-Gleichheit! Also vor allem durch Agape, also wenn und dass wir sowohl Sie als auch alle Mitgeschöpfe lieben. ![]()
Genau das ist nun aber auch jenes „Ur-Wissen“, das schon alle Religionen letztlich in irgendeiner mehr oder weniger realistischen Weise berühren, ausdrücken und in Bildern, Skulpturen, Gebräuchen und Ritualen ehren. Um sich damit sowohl stets aufs Neue mit Ihr zu verbinden und gleichzeitig sich selbst von Ihrem schöpferischen „Liebes-Geist“ erfüllen zu lassen!
Hier begegnet uns wahrscheinlich auch das, was man das gestalterische Ur-Prinzip des Schöpferischen nennen könnte. Bildhaft dargestellt etwa in der Vereinigung von GOTT und
In dem von mir immer wieder deutlich angesprochenen FeuerWirbel steckt nun das vereinigende Prinzip selbst, nämlich die Bewegung, die zwischen Yin und Yang, „aktiviert“ sein muss, damit Schöpfung und Schöpferisches geschehen kann, also die beiden Pole sich nicht nur ohne Annäherung und wirklichem Kontakt gegenüberstehen!
Zwar sind wir Menschen die einzigen Lebewesen, die durch unser geistiges „Trenn-Vermögen“ (!) aus der Schöpfung „herausfallen“ können.
) und drückt so vielleicht wiederum am besten den „Archetyp des Wandelns und Schöpfens“, also den FeuerWirbel, aus. Es ist sowohl der ewige, unerschöpfliche mütterliche Urgrund als auch die immer gegenwärtige Quelle von allem, selbst in ständiger Bewegung, das immer unfassbare, unbenennbare, unergründliche Mysterium des Lebens.
Im Bewusstsein, dass wir „Kinder“ der All-Einen sind, können wir, in uns selbst eins geworden und sowohl die Würde als auch die unterschiedlichen Fähigkeiten und Berufungen, die wir als Ihre Töchter und Söhne haben, erkennend und anerkennend (!), den dynamischen Wandlungsprozess der polar aufeinander bezogenen Schöpferkräfte weise mitgestalten und uns lebendig und unmittelbar mit allem Sein verbunden fühlen. ![]()
Dieses Vermögen, ja diese von mir sogar als unsere wirkliche Berufung verstandene Entwicklungsmöglichkeit liegt in uns. Sie wird sichtbar und fühlbar in unserer weiblich-männlichen Geschlechtlichkeit verkörpert. Oder, wie es vielleicht am schönsten in der sogenannten Philosophia perennis, also der ewigen Weisheit der Sophia, gedacht wird, dass alles ein Geschlecht hat und dieses das Prinzip des Schöpferischen ausdrückt. Eine Ansicht übrigens, in welcher sich nicht nur frühe westlich-orientalische Spiritualität als von der Natur abgelesene Regel spiegelt, sondern auch im gnostischen Christentum, sogar
(Es ist aber leider so, dass das Drama Patriarchat nicht zuletzt damit begann, dass solche immerhin im Frühchristentum noch vorhandenen Ansichten nach und nach verdrängt wurden. Zwar finden sich die Gedanken des Einheitsverlustes des Menschen, seiner Zerrissenheit in zwei Geschlechter, die jedoch stets auf der Suche nach Wiederherstellung der ursprünglichen Ganzheit sind, bereits bei Platon. Jedoch wurde vor allem diese eigentliche Zusammengehörigkeit immer stärker geleugnet und die männliche, bewusste, also die Yang-Seite des Lebens mehr und mehr mit dem Guten und Erstrebenswerten assoziiert. Das weibliche Lebens-, Liebes- und Schöpferprinzip dagegen zurückgedrängt und damit auch grundlegend entehrt.)
