GöttinVerwirklichung

Mit der Zeugungskraft kommt GOTT ins „göttliche Spiel“ der AllLiebe!

Liebe ist das Wesen der Seele
John O`Donohue

Staunen

Ja: „GOTT“ als „Vaterfigur“ kommt nun tatsächlich auch ins Spiel! Mit der in der Entwicklung vom heteronomen zum autonomen Ich und zum Selbst gefundenen Leibganzheit und einem echten, in diesem gegründeten Selbst-Bewusstsein sowie einem daraus erwachsenden Selbstwert- und Liebenswert-Gefühl können wir unser Bewusstsein nach und nach generell als unsere Wahrnehmungsinstanz erkennen. Und wir vermögen es darüber hinaus auch immer stärker im Zusammenwirken mit uns bislang unbewussten Aspekten als Teil unserer schöpferischen Potenz zu erleben.

Diese Wahrnehmung einer zumindest mitschöpferischen Fähigkeit des Bewusstseins wiederum lässt uns seine Hauptakteure: Logos, also Verstand und Vernunft, insgesamt das sogenannte Geistige in uns, welches ja traditionell als eher „männlich“ bezeichnet wird, als die dritte – aber eben eine „männliche“ – Kern- und Zeugungskraft erkennen.

Ich möchte so sagen:

Der Leib, als das Ganze unserer irdischen Person, besteht aus den drei Aspekten Körper/Soma, Gefühl und Verstand/Vernunft.

Nichts davon existiert oder funktioniert ohne die jeweils anderen. Und obwohl die Bewusstwerdung des Gefühlten, des Wahrgenommenen sowie die überwiegende Steuerung somatischer Anteile in unserem Gehirn vorgenommen werden, ist schon länger herausgefunden worden, dass dieses Gehirn eigentlich aus zwei Hälften besteht, die mit einer Art Brücke – dem sogenannten Corpus callosum – miteinander verbunden sind. So gesehen, können wir von einer Rechts- sowie einer Linkshirnigkeit sprechen, und wir wissen, dass der linke Teil eher der intellektuellen, der rechte Teil eher der ganzheitlich-emotionalen Wahrnehmung und Bearbeitung von Erlebtem zugeordnet ist.

Nun sind allerdings – was ja nicht anders sein kann – diese beiden Wahrnehmungs- und Bewusstseinsaspekte – die wir folglich von ihrer Funktion her als „eher männlich“ (links: „logisch“) und eher „weiblich“ (rechts: ganzheitlich-emotional) orientiert bezeichnen können – mit den drei Hauptteilen unserer Leiblichkeit, also Körper, Gefühl und Geist, vernetzt. Und sie reagieren auf alles, was dort vorkommt, in blitzschnellem Austausch sowohl zwischen sich als auch mit diesen Ebenen.

Wenn wir also bewusst – und das ist das Entscheidende! –, meinetwegen auch spekulativ, über metaphysische Dinge wie GOTT- oder Göttinwirken sprechen, über Dinge unserer eigenen Seele, über uns selbst als Inkarnation des Göttlichen, ja wenn wir es als wahrnehmbar in uns selbst empfinden oder auch über Fragen Ihrer bewussten Verwirklichung sprechen, so ist daran in beständiger Weise auch der linke, also der männliche Teil unseres Gehirns beteiligt.

Das bedeutet aber für die Annahme und auch die Akzeptanz einer „Göttin“, wie ich sie als allumfassend beschrieben habe, dass Sie in sich – und damit in uns – neben den bereits erwähnten biologischen auch alle anderen männlichen Anteile inkarniert hat. Es erscheint mir folglich auch einsichtig, dass diese – also Geist, Vernunft, Verstand, auch Machtwille und anderes – in Frühzeiten insgesamt im Sinne eines Beherrschungsdrangs gegenüber der Natur, also einer Überlegenheit, angesehen und so bis zu einer Vergöttlichung emporgehoben wurden. Das Weiblich-Emotionale hingegen auch aus diesen Gründen als grundsätzlich eher etwas „Irrationales“, biologisch Gebundenes als etwas diesen ganzen männlichen „Potenzen“ Unterlegenes, schließlich sogar Untertanes diskriminiert wurde!

Lassen wir nun einmal neuere Experimente, die es anders (zum Beispiel mithilfe der KI) versuchen, außer Acht, dann ist es, wie wir alle wissen, in der Natur, also der Biologie – zumindest der (Säuge-)Tier- und Menschenwelt – in der Regel so, dass ohne Beteiligung von etwas Männlichem kein neues Leben erzeugt werden kann. Und die „Einrichtung“ von entweder XX- (= weiblich) oder XY- (= männlich) Chromosomenpaaren ist die dafür verantwortliche formidable „Erfindung“ von Göttin Natur.

Wiederum ist es auch so, (und auch hier spreche ich nicht von KI oder Ähnlichem), dass uns Menschen ohne Bewusstheit, also Geist, nichts von Göttin, also einem Sein, das auch ohne und außerhalb von uns Menschen existiert (!), bewusst werden, geschweige denn von uns schöpferisch weitergeführt werden kann! Dieser, meinetwegen spekulative, im Grunde „intellektuell-philosophische“ Blick über die eigenen biologischen Grenzen hinaus in etwas Transzendentes oder Metaphysisches ist eben nur dem Menschen möglich. (Ich hoffe, auch hierzu werden sich im Blog spannende tiefere Gedanken, Beiträge, auch Kritikpunkte entwickeln!)

Ich sage also: Zwar kann es in der Natur viele Aspekte unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Bewusstheitsstufen, Formen, Äußerungen geben. Und instinktives, triebhaftes Befruchten, Erzeugen und Gebären ist ja auch, wenn wir so wollen, ein Schöpfungsvorgang. Dennoch kann – wollen wir das „Erschaffen“ nicht mehr ausschließlich biologisch verstehen – ohne Geistiges im Sinne von Verstand und Vernunft nichts von alledem, was Sie uns wahrnehmen, einfallen, erkennen lässt, umgesetzt, geschöpft und materialisiert werden.

Für alles nämlich, was über nur „unbewusste“, triebhafte oder auch erzwungene Zeugung hinausgeht und nach menschlicher Definition als „schöpferisch“ bezeichnet wird, brauchen wir einen klaren, weisen, einen ero-agapösen, liebevollen sowie tatkräftigen Geist und Willen. Wir brauchen die bewusste Handhabung von Mitteln und Wegen, um das umzusetzen, wofür wir entflammt sind auf der Basis einer Art Willens- oder Woll-Lust (!) als derjenigen Qualität, die die Essenz der Zeugungskraft auf GöttinS Kernkraftebene darstellt.

Bewusstheit, Wille und Lust also! Oder Wille zur Lust? Oder gar Lust am Wollen? Und die Freiheit, lustvoll wollen zu können sowie die Aspekte Einfall und Tat, also Aktion und Kraft. Wie auch immer ich das jetzt sage: Es verbinden sich hier tat-sächlich beide, also männliche und weibliche Anteile insgesamt, zu wirklicher und wirkungsvoller schöpferischer Potenz.

Bei dieser ist jedoch der dessen „einsichtig“ gewordene, männlich-erotisch verbundene liebevolle Geist nun aber nicht mehr patriarchal, nicht mehr an Macht, Gewalt, Fortschritt und vor allem an sich selbst interessiert, sondern daran, Leben, Liebe und lustvolles Wandeln/Schöpfen zu mehren. An Kunst oder dem Leben dienender „Evolution“, insgesamt an seiner freudigen Erfüllung und Mitarbeit – in seiner Be-Rufung durch Göttin!

Sie aber, ihrerseits, gibt sich diesem Männlichen hin, um mit ihm gemeinsam Ihre ewigen Ziele zu erreichen. Sie ist nicht nur sein Feuer, ist nicht nur Eros und Agape, Weg und Ziel, sondern von ihm in einer Art Selbsterkenntnis erkannt, von ihnen beiden angenommen als die eigentlich Führende im Yin- und Yang-Tanz.

Denn: Die Wege zu Göttin sind stets die Wege von Göttin. Und diese sind, wie Eros und Agape, wie Bewusstheit und Unbewusstes, ja wie Leben und Tod oder eben „männlich“ und „weiblich“, die beiden in Ihr selbst vereinten Pole des Ying und des Yang. Sind Bewusstheit und Magie, sind Glaube und Hoffnung, Mann und Frau … – jedenfalls und immer schon die zwei Flügel, in denen Sie sich auf ewig und uns Menschen zur uns gewährten Zeit durch Raum und Zeit trägt.