SelbstSeelenGespür

Im „Dazwischen“: die SelbstSeele
Die GÖTTIN in mir

Göttin ist Selbst
ist Seele.
Begegne ich Ihr
wird Sie zu mir.

Schau ins Dazwischen

Ich spreche also nun davon, wie wir wieder eine Beziehung zu Göttin als Schöpferin, als Inbegriff des Seelischen und damit auch zum Unbewussten als autonom unser Leben steuerndem Zentrum herstellen können. Die Nabelschnurverbindung zu diesem unserem „mütterlichen Urgrund“ von Neuem, nun aber nicht nur gedanklich, sondern auch auf einer feinstofflichen Ebene, selbst zu schaffen. Um dadurch tief zu heilen und ganz zu werden. Um uns wieder an die uralte, wundervolle Lebens-, Liebes- und Schöpferweisheit anzuschließen und aus ihr immer wieder – auch aktiv, ja leidenschaftlich wollend – zu schöpfen.

Wie im Menüpunkt LeibSein gezeigt, besitzen wir in uns ein sehr faszinierendes feinstoffliches Sinnesorgan, eines, durch das wir die Seele und damit Göttin selbst spüren und auch mit Ihr kommunizieren können, und zwar resonierend, also mitschwingend.

Dieses Sinnesorgan ist unser Feinst-Gespür, ich habe es Seismonom genannt. Es reagiert, indem es sich mit „etwas“ verbindet und dann damit wie ein Seismograf resoniert, mit ihm schwingt und tönt“!

Dieses hochsensible Organ ist insgesamt zwar unser Spürsinn, im Besonderen, vor allem, wenn es sich auf das Erleben im „Dazwischen“ – also als Resonanz auf das hinter der seismonomen Membran liegende Unbewusste – bezieht, nenne ich es auch unser SelbstSeelenGespür!

Ich sage deshalb „vor allem“, weil es zunächst naheliegt und auch entwicklungsgeschichtlich verständlich ist, dass dieser Spürsinn dem ähnelt, was wir bei Tieren als Instinkt bezeichnen. Als siebten Sinn vielleicht, der sie, ohne noch durch ihre uns Menschen meist weit überlegenen Sinneswahrnehmungen angeregt zu sein, schon in eine plötzliche Aufmerksamkeit versetzt, eine konzentrierte Achtungsstellung, oftmals, wie wir wissen, bereits Gefahren ahnen lässt, die vielleicht erst Stunden, Tage, Wochen später eintreten.

Nun gibt es aber doch bei uns Menschen noch andere Stufen des Bewusstseins und auch des Selbstbewusstseins. Und so können wir, anders als Tiere, auch tiefer in uns selbst hineinspüren. Haben auch ein im Laufe unserer Geschichte entstandenes ganz anderes Unterbewusstes. Und eine sicher nur uns Menschen eignende „Ausdehnung“ in das, was wir spirituelle, transzendente Bereiche nennen. Auch mit diesen Bereichen oder Sphären haben wir grundsätzlich spürbare Kontaktmöglichkeiten.

Diese höchst feinstofflichen Spürfähigkeiten haben wir eigentlich alle. Ich nenne es wie gesagt Tiefengespür, Selbst- oder SeelenGespür. Und mit diesem inneren Feeling oder Gewahrsein können wir auch unsere Seele, ja endlich auch Göttin in uns „auf-spüren“. Und zwar zuallererst gewissermaßen als Energie oder Kraft, als eine Art Fluid, später mehr und mehr als energia divina“.

Leider haben wir diesem Spüren und Spürbaren – beidem! – bisher nicht die Beachtung und Bedeutung zukommen lassen, die es natürlicherweise (!) wirklich und durch unser Vermögen zum Mitschwingen tatsächlich erlebbar hat. Welche Gründe und Ursachen hierfür in der Entwicklungsgeschichte, in der Geschichte als solcher, in Prägungen oder individuellen Dispositionen liegen, vermag ich nicht zu sagen. Fest steht nur – und ist sehr schade! –, dass die meisten Menschen diese uns allen geschenkte heilsame und uns tief ergänzende, regenerierende und befruchtende Beziehung zu einem solchen Erleben im Raum des „Dazwischen“, also in ihrem Seelenraum, nicht herstellen.

Ich fasse noch einmal kurz zusammen: es gibt diesen offenen Aufmerksamkeitsraum, dieses „Dazwischen“, in den Sie mehr und mehr einfließen kann! Und es gibt ein „Sinnesorgan“ in uns, womit ich diesen Ein-Fluss spüren kann! Dieser ist die Seele! Und mit und in ihr können wir die uns gewährten Informationen, letztlich Lebens-, Liebes-, Schöpferweisheit, Einsichten, Einfälle, Impulse, aber auch tiefere Seelenführung gemäß dem, wozu wir berufen sind, empfangen.

Wo aber – wenn man das einmal so fragen möchte – wo also liegt nun dieser „Begegnungsraum mit Göttin“ in uns, wie ist er beschaffen und was ist sein Potenzial?

Ich versuche es noch einmal mit anderen Worten zu sagen: Jene unmittelbare Begegnung, jenes Kommunizieren mit Ihr, ja manchmal sogar ein blitzartiges Gefühl des Einswerdens mit Ihr, das bis zu einer kleineren oder auch größeren Freuden-Ekstase reichen kann, liegt in der von mir als Dazwischen“ bezeichneten Sphäre. Diese haben wir uns nicht als einen realen Raum vorzustellen, sondern als eine Art Zustand, der sowohl in uns leiblich vorhanden ist als auch über uns hinausschwingt. Es ist ein Zustand, der vielleicht so empfunden werden kann, als befinde er sich zwischen unserer Leiblichkeit und dem großen Ganzen. Ein Zwischenraum also, in dem wir uns selbst als eine Art lauschende Einheit im Sinne unserer lebendigen Leibganzheit erleben und gleichermaßen als Eins mit allem Äußeren bis zum Universellen.

Manchmal glaube ich mich zu erinnern, dass ich (oder Kinder überhaupt?) solch einen ganzheitlichen, ja nahezu „paradiesischen“ Seinszustand als Kind wie selbstverständlich „hatte“, mich also in einem solchen Einheitszustand fühlte. Dass sich dieser aber im Laufe der Zeit immer mehr abschwächte und ich mich schließlich mehr oder weniger auf das, was sich innerhalb der Grenzen meiner Haut befindet, reduziert fühlte. Wobei sich sowohl bei mir selbst als auch, wie mir geschildert wurde, bei vielen anderen dieses „Ich“ anscheinend hauptsächlich im Kopf angesiedelt hatte und meistens aus den Augen nach draußen schaute.

Göttin sei Dank hat sich jener Kindheitszustand, bewusster, aber auch als ein erinnerter, nach all den Jahren der in diesen Texten beschriebenen Entwicklung wieder eingestellt und ist mir zusätzlich zu meinem „Alltagszustand“ zugänglich. Manchmal als ein Staunen mit offenem Mund, als ein glotzendes Innehalten wie nicht von dieser Welt, manchmal als Gefühl absoluter Fremdheit unter Menschen, manchmal aber auch als ein plötzlich aus mir herausbrechendes scheinbar anlassloses Kichern oder in meinem bisweilen auch durchaus frechen und schwarzen Humor. Oder es zeigt sich ganz schlicht immer wieder zwischendurch in einem unermesslichen Freudenschwall oder Erschauern vor Dankbarkeit oder in einem rieselnden, meinen Leib durchströmenden Glücksgefühl oder einem überschäumenden, sprudelnden Mitteilen von gerade Klargewordenem oder einfach wie ein glücksig-glucksendes Strömen aus der Quelle …

Grundsätzlich aber erlebe ich mich (auch in solchen Formen) tatsächlich als fromm! Und in einer Art von gewissermaßen „paradiesischer“ Freiheit, wie wir sie wohl bei unserer Geburt mitbringen, die wir dann zwar nach und nach verlieren, aber als erlebbaren Einheits-Einfluss von Göttinwirken in uns als Erleben des SeelenGespürs, als unser wahres, verbundenes, multidimensionales Leben, ja als unser wahres Wesen wiederfinden können.

Dieser Beschreibungsversuch eines solchen „Zwischenraums“ könnten, vor allem im Bedenken einer spiraligen Entwicklungsstruktur der Schöpfung, zu zweierlei Spekulationen Anlass geben: Einmal, dass hier etwas anklingt, was in der prophetischen Sprechweise der alten Zeiten mit dem Bibelwort gemeint ist, das da sinngemäß lautet: Erst wenn ihr wieder werdet wie die Kinder, werdet ihr ins Paradies eingehen.1

Zum anderen aber auch etwas, das neuere Astrophysik heute für erwiesen hält: nämlich, dass sich in jeder unserer Zellen Mikrostaub oder „Funken“-Teilchen der ersten Urknall-Wolke befinden. Also eine Spur der Urschöpfung und damit, wenn wir es so empfinden: der göttlichen Schöpferin. Und dass wir – und das heißt jetzt: unsere Zellen und aus ihnen diese Urteilchen – uns am Ende unseres Lebens (ein Stück unserer selbst bewusster geworden??) wieder in jene kosmische Wolke eingliedern. Und daraus, im Sinne eines „Tod-Neugeburts-Kreislaufes“, auch ein neuerliches Zur-Welt-Kommen aus eben diesem Zwischenzustand heraus gedacht werden könnte. Sich also solche neuzeitlichen Erkenntnisse in manchen der unterschiedlichen Annahmen über Wiedergeburtsphänomene widerspiegeln.

Mögen derartige Vermutungen auch allzu kühn sein, so möchte ich doch festhalten, dass die Entwicklung des SelbstSeelenGespürs als solches, also das Vermögen, Dinge, Schwingungen, ja eine Verbundenheit mit etwas heute „transzendent“ Genanntem wahrzunehmen und uns dadurch als „mit Seele begabt“ zu fühlen, sowie auch der jeweils wahrgenommene „Inhalt“ des „Dazwischen“ und das mit ihm verbundene außerordentliche Selbst-Bewusstsein oft sowohl die Motivation für unsere innere „Schöpferwerkstatt“ als auch, inhaltlich, ihr „Material“ bilden.

Und für mich ist auch klar, dass die seismonome Membran“ in diesem „Raum des Dazwischen“ als eine Art Scheidewand zwischen unserem bewussten, aber doch instinktiven Wahrnehmen und dem Göttin-FeuerWirbel gedacht werden kann. Also jenes hochsensible Sinnesorgan, unser unsichtbares SeelenTorHäutchen ist, durch dessen Schwingen (Flügeltüren!), vibrierend und resonierend, die reine GöttinSeelenkraft auf eine Art „Wellenlänge“ heruntertransformiert, transponiert wird, auf der wir empfänglich sind und auf der wir sie hören können. Dass also „Göttins“ persönlicher, unmittelbarer, lebendiger Lebenskraft-Einfluss durch dieses „Schwingungstor“ leiblich in uns eintritt und dabei zu etwas wird, was wir tatsächlich in uns und als uns selbst wahrnehmen können.

Ich könnte auch sagen: Unsere Seele ist das über jenes „Dazwischen“ in uns eingeflossene lebendig Göttliche. Sie ist das „Lebenselixier“, das manchmal auch als „goldenes Fluidum“ bezeichnet wird, als welches das Göttlich-Schöpferische in uns erscheint, von uns wahrgenommen werden kann und von mir als Göttin erlebt wird.

Ich betrachte die Seele selbst also genau genommen als jenen oben genannten Seinszustand und Ort der Wandlung, ja als den uns Menschen zur Verfügung stehenden Schöpfer„Raum“, in welchen Göttins FeuerWirbelKräfte frei, also eher ungestaltet, ein-fließen, in welchem das osmotische Oszillieren der seismonomen Membran für uns wahrnehmbar wird und dann, wie in einem inneren Brenn- oder Schmiedeofen, durch unser „Seelenfeuer“ transformiert und zu etwas weltlich Wirklichem und Neuem gestaltet werden kann: Zu einem Bild, einem Gedicht, einem Tönen, einem Lachen, einer Einsicht, einem Text. Vor allem aber zu einer grundsätzlichen Haltung, in der alles letztendlich als gut im Sinne einer gesamt-positiven universellen Entwicklung gewertet werden kann.

Die Seele: Göttin in mir

Ich möchte es noch einmal so zusammenfassen:

Das SelbstGespür ist zunächst mein menschliches Leibganzheitsgefühl (noch ohne Sie). Also ich spüre mich selbst als die Leibganzheit, welche ich ganz bin.

Im SelbstSeelenGespür wird über das „Dazwischen“ und vermittelt durch unsere seismonome Membran etwas in mir spürbar, das ich zuerst als eine Art Geburtswehen des Seelischen bezeichnen möchte und das sich nach und nach zu einer Gewissheit in mir wandelt, dass es so etwas wie „Seele“ gibt und auch für mich und in mir da ist!

Zentral ist dann, dass ich mich selbst mit diesem seelischen „Etwas“ verbunden fühle, es als „Seele“ glaubhaft, ja evident in mir spüre: – als seiende, mich leitende und/oder als implizite Information über mein wahres Wesen, meine Verbundenheit mit Transzendentem. Auch als die gefühlte, erlebte Einsicht, dass sie die feinststofflichste, lebendigste „Ursubstanz“ oder Quelle ist, in der etwas Kosmisches, als göttlich oder gar Göttin zu Benennendes mir fühlbar und mir persönlich nahe „erscheint“.

Sie wiederum, also Göttin, ist uns im SeelenGespür „persönlich“ am allerallernahesten!

Da spüre ich Sie am unmittelbarsten – innerlich sinnlich, leibhaftig anwesend!

Hier kann ich Sie als meine Seele spüren, ganz unmittelbar wahrnehmen, mich als mit einer Seele begabt erlebend wissen. Und in jenem „Reich des Dazwischen” kann ich Sie in vorbewusster Stille, also ohne noch irgendetwas Gedankliches dazwischen wahrnehmen. Nur spürend, empfindend! Und weil ich hier in tiefster – ich könnte auch sagen: reinster – Kommunikation mit Göttin bin, kann ich aus dieser Seelenquelle auch wesentlich Ihr ganz Entsprechendes schöpfen.

Also: Anwesendes Körperselbst bin ich, Seele ist Sie! Im SelbstSeelenGespür sind wir beide verschmolzen, sind eins! Und ich kann schließlich, wenn ich aus diesem Zustand des „Dazwischen“ wieder in mein alltägliches Sein herüberschwenke, von Neuem diesen Erfahrungen adäquat leben und wirken.

Seele ist also sowohl der Ursprung als auch die Essenz meines Lebens, ja alles Lebendigen überhaupt. Sie ist der autonome Lebensfluss in aller Natur, in der äußeren und unserer inneren. In der äußeren Natur ist sie erlebbar im prasselnden Regen, den wir hören, und in der Stimmung, die er in uns auslöst. Im Leuchten einer Landschaft, die uns fasziniert, in einem Milan, der gerade vor uns schwingend am Himmel seine Kreise dreht … Sie ist erlebbar als Stimmung, Atmosphäre, aber auch als unhörbare Stimme in einem Bauchgrummeln oder eine gespürte Freude, die zum Beispiel entsteht, wenn ein alter Freund sich wieder meldet.

Seele zu spüren als unseren Ursprung, die Matrix und unsere schöpferische Quelle ist als unmittelbares gegründetes Fühlen im Sein auch echte Religio im Sinne des lateinischen religare – rückbinden, religata/religatus – rückgebunden sein.

Seele ist damit die erste für uns wahrnehmbare, subtil unterschwellige Erscheinungsform von Ihr in uns!! Ist Ihre Essenz – Quelle und Potenzial in einem!! Zumindest ein Funke von Ihr, „a glimpse of an eye“. Und von mir betrachtet als das weiblich schöpferisch Göttliche, also Göttin!

Anmerkung

1     Das korrekte Zitat lautet: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ (Matthäus 18,3) Vielleicht wird es in einem Blogtext mal darum gehen, dem Bedeutungsunterschied der Worte „Himmelreich“ und „Paradies“ nachzuspüren! Paradies klingt für mich viel erdnaher, lebendiger …