Da es hier insgesamt ja um den Weg zu Göttin und Ihre schöpferische Verwirklichung durch uns geht, sei abschließend noch einmal betont, dass das ein Erlebensweg, ein Erfahrungsweg ist, der nur individuell gegangen werden kann und ganz unterschiedlich verläuft, auch wenn er grundsätzlich für jede/n stets ein Spürprozess und im Wesentlichen ein ganzheitlicher leib-seelischer Weg ist.
Etwas leiblich zu erleben, heißt zwar auch, von etwas von außerhalb berührt, angestoßen, bewegt zu sein. Jedoch ist auch dies, bis auf gewisse Ausnahmen, mit Fühlen, also einer inneren Wahrnehmung verbunden. Und je mehr es, wie hier, um einen inneren Weg geht, umso ausschließlicher wird es ein Weg des inneren Spürens, des inneren Berührt- und von innen Bewegtseins werden.
Natürlich können wir über das Göttliche, sei es nun männlich als „GOTT“ oder weiblich als „Göttin“, sei es als Allah oder die japanische Allmutter Amaterasu nachdenken, philosophieren, es verehren. Auch wird seit Menschengedenken immer wieder versucht, uns die Gottheiten in tierischen, menschlichen oder anderen Gestaltungen oder sogar abstrakt vorzustellen. Und manchmal kann auch so etwas als „Begegnung mit der Gottheit“ mehr oder weniger lebhaft, ja geradezu ekstatisch geschehen und bis zu teilweise heftigen Änderungen von Befinden, von Haltungen, ja des ganzen Lebens führen. Und leider auch immer wieder sogar zu Krieg, Mord und Totschlag im Namen der jeweiligen Gottheit.
Wenn Letzteres auch regelmäßig andere, meist ökonomische und machtpolitische Gründe hat, so kann es letztlich doch als eher männliche Verhaltensweisen betrachtet werden. Sie sind weiblichem Charakter eher fremd und deshalb auch mit der Vorstellung einer Göttin als weiser und liebevoller Allmutter nicht zu verbinden. Um Sie und Ihre Wirklichkeit, die ja immer ein lebendiges Sein ist, also als wahrhaft existent zu realisieren, bedürfen wir bereits als Ausgangspunkt unserer Wanderung, unseres Unswandelns zu Ihr hin eines grundsätzlichen Glaubens daran, dass Liebe, Toleranz, bejahende Einfühlung, Empathie, Wohlwollen – letztendlich also weibliche Grundeigenschaften – auch die Haupt- und Grundelemente jeder Vorstellung zu sein haben, die wir uns, wenn überhaupt, von jenem eigentlich unbeschreiblichen „Göttlichen“ machen.
Und wenn wir beginnen, solche eher weiblichen Haltungen immer wieder in uns bewusst einzunehmen, sie auch gegenüber den Mitmenschen und unserer Umwelt zu haben, also wenn wir beginnen, dieses Sein als solches mehr und mehr zu erleben und zu leben, erst dann und dadurch werden wir nach und nach spürend realisieren, dass wir uns bereits auf jenem inneren Weg der Selbst- und Seelenfindung und damit auf dem Weg zu Göttin befinden. 
Mag es sich hierbei um die christliche Botschaft handeln, dass einem der Glaube hilft oder dass er sogar „Berge versetzen“ kann, mag es sich um das psychologisch längst bewiesene Phänomen der self-fulfilling Prophecy handeln: Auf jeden Fall wandelt uns schon alleine solch bewusstes Sein! Sein ist ja eigentlich (auch physikalisch!) nichts Statisches, sondern nur ein anderes Wort für fließendes Ganz-Sein (panta rhei = alles fließt) und gleichzeitig inniges Verbunden-Sein. Und deshalb auch für uns ein tatsächliches Eins-Sein mit Göttin. Es sind das immer wieder Seinszustände, wie etwa „in Stille“ sein oder „tief zufrieden“, „liebevoll einfühlsam auf ein anderes Wesen bezogen“ oder in einem energetisierten „FeuerWirbelzustand“. Oder nach innen lauschend oder sich als schöpferisch ausgerichtet zu fühlen, zu lieben, sich geliebt zu fühlen, sich einfach nur glücklich und freudig zu fühlen: Alles das sind im Grunde Begegnungen mit und Berührungen durch Göttin in uns, wodurch sich auch immer wieder etwas in uns – ganz ohne unser weiteres Dazutun – verwandelt. Uns beseelt.
Also noch einmal: Göttin ist nur leiblich erfahrbar! Philosophierend mögen wir „über Sie“ nachdenken, aber um Sie zu verwirklichen, brauchen wir unabdingbar einen fühlenden und vor allem spürenden Leib! Und leiblich Gespürtes, also bewusst wahrgenommene Seinszustände, sind im Kern schon GöttinVerwirklichung, denn Sie ist das lebendige Sein – im Menschen: Seele in Aktion!
Während Psyche also eher das innere Wirken in unserem alltäglichen Leben „regelt“ und reguliert, erfolgt aus den Schichten der Seele eine tiefere Form der Selbstregulation, die mit unserem Wachsen und unserer Potenzialverwirklichung zu tun hat.
Wenn Göttin insgesamt das wirkende Sein ist, dann ist Sie im Menschen das Wirken der Seele und für uns in diesem Seelenwirken im jeweils gegenwärtigen Augenblick erfahrbar!
Indem ich in der geschilderten Weise immer mehr vertrauensvoll-vertraut mit Ihr in Beziehung bin und Sie innerlich bewusst „habe“, erfahre ich, dass Innen und Außen eins sind. Dass Mikro- und Makrokosmos in Einheit miteinander schwingen. Dass „das Ganze“ in uns schwingt und wir mit ihm.
Dann und dadurch aber geschieht auch eine Führung ganz neuer Art. Dann taucht vielleicht eine helfende Begegnung auf, vielleicht ein Buch, vielleicht sogar der „Königssohn“ oder die „Prinzessin“, die mich eine Weile begleiten … Allerdings müssen wir schon gelernt haben, nichts auszuschließen. Denn, wie gesagt: Die Göttin ist geheimnisvoll, unvorhersehbar, überraschend. Und wenn wir uns auch Ihrer Liebe sicher sein können, gilt es doch auch, den Mut zu haben, Vertrauen zu Ihr zu wagen. Oder, um es am Beispiel von „Dornröschen“ zu sagen: eben keine böse dreizehnte Fee, die ja nichts anderes ist als eine tabuisierte Göttin-Seite, also eine abgelehnte, verschmähte archetypische FeuerWirbelKraft symbolisiert! Denn nur dadurch sind wir erst ganz da und bereit, uns wachküssen zu lassen oder selbst wach zu küssen, ja vielleicht sogar bereit zu einem Hoch-Zeits-Tanzen, also weiterem Transformieren. Wach, vertrauend, angstfrei bewusst geworden für GöttinS FeuerWirbel-Kraft-Führung und Wirken!
G. Jung hat es – bei aller Unterschiedlichkeit – dennoch insgesamt in so schöne Begriffe wie Synchronizität oder auch Koinzidenz gepackt: Wir begegnen, wenn es für uns an der Zeit und wichtig ist, immer wieder Vorgängen, auftauchenden Erinnerungen, auch menschlichen „Wachküssern“, also Geliebten/Menschen außen. Also Anima-Animus-beseelten Ähnlich-Anderen. Und dann geschieht, weil die Zeit – ja weil wir (!) dann reif dafür sind, der Beginn eines weiteren, eines neuen schöpferischen Yin-Yang-Tanzes unserer SelbstSeelenGöttinVerwirklichung:
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Um all das zu vertiefen, zu erweitern und praktikabel zu machen, sind die weiteren Texte im Blog gedacht.