Heilen

Heiles Ich – leibhaftiges Ich – selbstbewusstes Ich – Das spirituell heile Ich ist ein SchöpferWesen

Licht in der Nacht

Es dürfte bis hierher klar geworden sein, dass wir den Ausdruck heiles, also autonomes Ich nicht nur in dem Sinne verstehen sollten, dass man gewisse neue Fähigkeiten etwa geistiger, ethisch-moralischer oder verhaltensmäßiger Art entwickelt oder diese neu stimmt. Ich nenne da beispielhaft: lernen, zu den eigenen Werten und Bedürfnissen zu stehen, Konflikte und Spannungen auszuhalten, aus dem Erleben und Fühlen spontan zu kommunizieren, sich gut abgrenzen oder hingeben zu können sowie mutig und konsequent zu handeln.

Nein: Denn es sollte auch klar geworden sein, dass das nie und nimmer gelingen kann ohne eine bewusste Hineinwendung oder Hinwendung zum eigenen Körper und die Realisierung seiner Leibganzheit. Weil ja nur mit ihr eine ganz wesentliche Umwertung und Umstrukturierung meiner Gesamtperson einhergeht, vor allem durch ein Er-innern und ein Besinnen auf das, was und wie sie, also ich (!) wirklich – grundsätzlich, aber auch im jetzigen Augenblick – bin und was aus diesem meinem gesamten Leibsein gewandelt und an Wirklichkeit neu geboren werden will.

Ohne eine grundlegende Innenwendung und Öffnung nach innen werden wir nie erfahren, dass es in uns tatsächlich und erfahrbar ein lebendiges Sein und Wollen und Wirken gibt, das uns unterstützt und nährt, uns aber auch führt und hilft, ganz und gar zu der oder dem zu werden, die oder der wir ganz persönlich und auch im spirituellen Sinne und unserer Berufung gemäß gemeint sind. Und wir werden nie erfahren, dass dieses innere Selbst etwas ist, dem wir absolut vertrauen dürfen, weil es eine Weisheit in sich birgt, die weit über alles Verstandesmäßige und alles angeeignete Wissen hinausgeht und uns ganz persönlich angeht!

Denn: Was bisher keine Religion und spirituelle Tradition würdigt und verehrt und erst recht nicht praktisch zu verwirklichen lehrt, ist ein in uns wirkendes, inkarniertes, lebendiges, also unserem Sein immanentes liebendes, weises und schöpferisches Göttliches!

Nur ein darauf gründender, gut geerdeter Seelen-Heils-Weg, ein leiblich-mystischer Weg – den ich als zutiefst weiblich empfinde – führt, damit beginnend, dass wir wieder ein Leib werden, über das Entdecken unseres Selbst und seiner verborgenen Schätze zu den Möglichkeiten ihrer Verwirklichung. Und hier heißt „Verwirklichung“ eben auch: Erkennen, ja spürend erleben, dass es dieses Göttliche in uns (für mich Göttin) tatsächlich gibt.

Und im Wissen darum und Erleben dessen können wir dann diesen Weg immer weitergehen bis an unser Lebensende, und auf ihm, diesem immer stärker von Ihr be- und erleuchteten Weg, werden wir mehr und mehr zu einem leiblichen, in ganz neuer Form selbstbewussten Menschen. Und zu einer mehr und mehr Göttin-durchwirkten und durch Sie und mit Ihr gemeinsam schöpferischen Person!

Indem sich unser Ich derart in ganz neuer Weise selbstbewusst wandelt und entwickelt, sich und sein inneres Selbst mit all seinem Potenzial kennenlernt und mit ihm zusammen wirkt, wird es sich immer wieder liebevoll beziehen und gibt uns vor allem dadurch ein

 (mit-)schöpferisches Bewusstsein. Und dieses der Natur, jedem Leib immanente große Mysterium des Lebens, Liebens und Schöpfens kann ich in meinem eigenen Leib, in meiner Mitte, finden!

Auch deswegen noch einmal an uns Frauen: Besonders uns kann dieser Leibweg helfen, ein noch oft tief verborgenes, uns oft gar nicht mehr bewusstes, mit unserem „Weiblich-Sein“ verwobenes Minderwertigkeitsgefühl zu heilen, indem wir erleben, dass und wie sich in uns ein Göttliches inkarniert und wirkt.

Denn: Die Würde unserer Weiblichkeit zu fühlen, wird doch gerade dadurch immer noch untergraben, dass wir durch unser Frausein, also in weiblicher Form verkörpert zu sein, immer wieder von außen – also gesellschaftlich und auch religiös/spirituell – entwertet werden. Und zwar dadurch, dass die Qualitäten und Fähigkeiten, die in besonderer Weise dem Weiblichen leiblich-wesensmäßig zugrunde liegen, bisher aus dem Göttlichen ausgegrenzt werden und eben andere, männliche Werte, Eigenschaften und Ziele, also im Kern das männlich Göttliche und transzendental Geistige immer noch auch alles religiöse Leben dominieren. Und dieses Erleben ist uns seelisch oft auch unter großem persönlichen Leid so tief und unbewusst eingeprägt, ja eingefleischt worden, dass wir bis heute noch nahezu hoffnungslos auf Heilung dieser Wunde warten. Uns tief innen aber, trotz vieler heute schon – leider noch keineswegs überall – erreichter Wertschätzung und „Emanzipiertheit“, immer wieder frustriert nach Wertschätzung, Annahme und Ausdruck unserer weiblichen Qualitäten und Fähigkeiten sehnen. Also nach Erfüllung.

Mir ist erst im Laufe meines eigenen Weges bewusst geworden, dass der Weg in den Leib, ins Fühlen und zum Selbst überhaupt erst eine Basis dafür sein kann, echtes Selbstbewusstsein und wirkliches Selbstvertrauen gerade als Frau zu gewinnen. Denn (nur) dieser Weg zu uns selbst kann uns dabei helfen, unsere weiblichen, durch die vor allem patriarchal begründeten unterdrückten, wegerzogenen und daher meistens tief in uns verborgenen Göttin-mäßig wirkenden Möglichkeiten und Wesensarten wiederzubeleben. Und dadurch, also indem wir real und frei erleben, dass und wie sich in uns Frauen ein in uns wirkendes Göttliches inkarniert, jenes doch so oft in uns – zumindest halbbewusst – nagende Minderwertigkeitsgefühl zu heilen, das ganz tief mit unserem „Weiblich-Sein“ verwoben ist.

Doch die Möglichkeit dazu ist jetzt vorhanden!

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Über unsere verwirklichte, gefühlte Leibganzheit und das Wirken des Selbst kann uns dieses unser wahres weibliches SelbstSein bewusst werden, indem wir seiner leiblich gewahr werden! Und weil unser Selbst, die GöttinGeistSeele und Ihr Wirken, also neben gebären in jeglicher Weise besonders lieben, führen, informieren, energetisieren, wandeln, wachsen etc. ist, hat nun auch der Begriff Selbstbewusstsein nichts mehr etwa mit Überheblichkeit, Arroganz oder falschen Stolz zu tun, sondern mit der Würde des in uns wirkenden inkarniert lebendigen Göttlichen! Denn nur dies kann uns zutiefst seelisch heilen. Und wir können uns selbst und unser angestammtes Potenzial als Mensch und Frau mehr und mehr als wahr und wirklich erfahren, wenn wir in dieses neue, nicht mehr auf heteronomen Strukturen basierende Selbstbewusstsein hineinwachsen. Wenn wir unsere natürliche Würde verkörpern, die tatsächlich aus unserem unmittelbar Erlebten und Erinnerten herrührt: als tatsächliche Bewusstheit des Selbst (= Ichs!), also von mir selbst. Vom dem, was und wie ich wirklich bin, sowie von meiner lebendigen Quelle. Ja mehr noch als Würde: ich mag sogar hier von Stolz sprechen, von einem Stolz und einer Würde, die sich auf der Erkenntnis und Verwirklichung meines Seins als weiblicher Mensch und der dadurch gegebenen innigen Wesensnähe zu Göttin ergeben.

Das spirituell heile Ich ist ein SchöpferWesen

Wenn diese Beziehung zwischen aktivem oder Yang-Ich-Bewusstsein und erwachendem Yin-LeibSelbstGeist einmal gefunden ist und wirklich gefühlt erlebt, also zu einer wirklichen Beziehung und darin zu einer beständigen liebevollen Begegnung wird, kann das Ich noch viel tiefer heilen und – dank dem GöttinGeist – zu seinem wirklichen, lebendigen Schöpfer- und Liebes-Potenzial erwachen. Es wird gewahren, dass es, zusammen mit dem Selbst und seinen weisen GeistKräften, ein mächtiger (Mit-)Schöpfer seiner und der globalen, damit zusammengehörigen energetischen Feld-Wirklichkeit ist. So eine Person wird dann erleben, dass sie nicht nur wirklich zu Liebe und Beziehungen fähig ist, sondern kann darauf vertrauen, dass sie in ihrer LeibGanzheit und damit ihrer SeinsGanzheit wiederum selbst vollkommen angenommen, liebenswert, vertrauenswürdig, frei und dennoch geborgen in SchöpferGöttins Armen ist!