WildNatur I

Leer werden,
im Körper sein,
frei.

Leer und frei
von allen
Prägungen,
Traditionen,
Konventionen,
Konzepten,
von allem
Wissen.

Ganz und
ich selbst sein.
Ruhen in meiner
Wesensnatur und
verbunden sein
mit GOTT.

So lebe
und liebe
und schöpfe ich,
jeden Tag neu.

WildNatur II

Lass mich reiten
auf deinem felligen Rücken,
den steilen Berg hinauf.
Dort oben bin ich.

Entzückt lach ich ins Feuer,
und spür zutiefst,
ich bin auch von
Deinem wilden Blut.

WildNatur III

Aus ihrem Schoße
gebäre ich
neue Frucht.

Fein tönt es
immer wieder.

Ein Schwirren
kündet von ihrer
Gegenwart.

Liebevolle Klänge
tauchen
in mein Ohr.

Keiner sieht mich.
Ich folge
dem Gebot.

Keiner hört mich,
aber ich klinge.

Wenn die Nacht
sich mir öffnet,
sehe ich das Licht.

Leuchten will es
durch all unsere Poren.
Strahlen,
seine Schattierungen
sichtbar machen
in der Vielfalt
der Form.

Sehen sollen wir es,
uns freuen an ihm,
uns sehnen,
seine Nähe
herbei genießen.

Erfüllen will es
die Welt mit
der Schönheit
seiner Natur,
leuchten lassen,
das tiefe Licht
durch alle Form.

WildNatur IV

Wenn du
in mir erwachst
werde ich spürend.

Aufmerksam
lauschend
streune
ich durch die Steppe
durch dein weites
Körperland.

Folge getrieben
lustvoll
deinem
wilden Ruf.

Will dich erkunden,
Eingang finden
zu dir
selbst,
an den Toren
deiner Haut.

An jeder Grenze
sind alle Sinne
liebevoll und sanft
geschärft.

Freudig will
ich mich
in dir verlieren,
mich hingeben
der Entdeckerlust.

Beheimatet
in meiner Erde,
erspüre ich dich
immer wieder
neu
an mir.

In die Liebestiefe
ziehst du mich,
hin zu deinem
feurigen
Schöpfergrund.