Wenn ich Yin und Yang als Ursymbole der dualen Welt ansehe und wahrnehme, dass wir immer noch in einer patriarchal geprägten Kultur leben, in der das Weibliche unterschätzt, abgewertet und missbraucht wird, halte ich es für dringend notwendig, das Weibliche zu rehabilitieren und es auch im Bereich des Spirituellen und des Göttlichen wieder wahrzunehmen und ihm auch da einen gleichwertigen und gleichwichtigen Platz einzuräumen. Bei dieser Rehabilitation wird es um eine neue Wertschätzung des Körpers, des Körperlichen, unserer „menschlichen Natur“, auch unserer „WildNatur“, um feinstofflich-energetische Körperarbeit und das Bergen von Körperweisheit gehen und um einen Weg der Innen-Führung, aus unserer Körperweisheit, der inneren Quelle des Seins.
Der Bereich des Unbewussten – mit allen seinen Welten, Kräften und Mächten – wird schon immer dem Weiblichen und Seelischen zugeordnet, ebenso die übersinnliche Welt und das Reisen in diesen Bereichen. Die Beziehung zum Unbewussten, seine Sprache und seine Botschaften spielen beim Einbeziehen des Seelenwachstums eine besondere Rolle.
Daraus folgt dann eine Ergänzung und Erweiterung des bisherigen Verständnisses von Erwachen/Erleuchtung als Begriffe für die uns Menschen bisher höchst mögliche Form spiritueller Verwirklichung, hin zu einem auch immanent Göttlichen er/sie, zu dem wir eine persönliche (!) Beziehung aufnehmen können und um ein Verwirklichen des Göttlichen oder unseres göttlichen Potenzials durch unser Sein und Wirken. Dieses nenne ich gerne „Gottesverwirklichung“ und „Seelenschätze Bergen“. Beides sind Aspekte eines spirituellen, seelischen Liebesweges.
